DIG |
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2001 |
2. Halbjahresprogramm der DIG Zweiggesellschaft Mainz |
Kontaktstelle Dr. Jacob Tharakan, Römerwall 39 55131 Mainz Tel. & Fax: 06131 572516 Konto: Sparkasse Mainz Nr. 59 204 BLZ 550 501 20 |
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14. Sept. 2001 Freitag 19.00 Uhr |
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| In der Reihe Menschen - Länder - Kulturen Leben und Tod im hinduistischen Kulturkreis | ||
| Referenten: Dr. Indu P. Pandey und Frau Pandey mit Tanzeinlagen von Bharathi Bunke begleitet von ihrem Musik-Ensemble aus Vishakapatnam | ||
| Nichts im Leben bleibt folgenlos: Jede Tat, jeder Gedanke hat Wirkungen, die über das Ende des gegenwärtigen Lebens hinausreichen. Das ist das Gesetz des Karma, dem nach hinduistischer Anschauung alle Menschen unterworfen sind. Daraus entsteht immer wieder neues Leben, solange die Früchte des Karma nicht erschöpft sind. Der Tod ist deshalb für die Hindus nicht das Ende, sondern nur ein Übergang von einem Leben ins nächste. Wiedergeburt bringt jedoch unweigerlich neue Schmerzen und neues Leid mit sich. Deshalb bestehen Sinn und Ziel des menschlichen Lebens nicht etwa darin, unter günstigen Bedingungen wiedergeboren zu werden, sondern den Kreislauf von Geburt und Tod zu beenden. Diese Ziel wird im Hinduismus Moksha genannt, die Befreiung von allen weltlichen Bindungen und die Vereinigung des wirklichen, unsterblichen Selbst (Atman) mit dem göttlichen Absoluten (Brahman). Ein wichtiges Thema werden in der Veranstalung die verschiedenen Wege sein, um dieses Ziel zu erlangen: Erkenntnis, Hingabe - z.B. an einem bestimmten Gott - und rechtes Handelns. Alle diese Wege stehen im Zeichen von Dharma, der göttlichen Ordnung und dem universellen Gesetz. Beim Erkennen des eigenen, ganz persönlichen Weges hilft dem Menschen die Befolgung seiner Pflichten, die je nach Stand, Geschlecht, Lebensalter und persönlicher Entwicklung unterschiedlich sind. Die Stände sind im Laufe der Geschichte des Hinduismus zu Kasten erstarrt, denen die Menschen ein Leben lang zugeordnet bleiben. Doch muss z.B. ein Strassenfeger kein Brahmane werden, um Moksha zu erlangen. Der Lebenslauf des Hindus wird in vier Phasen eingeteilt: * Zeit des Lernens * Familienphase * Zeit der allmählichen Loslösung von der Welt und Sannyas, * Zeit der Entsagung, in der das Sterben nach Moksha der einzige Lebensinhalt ist. Obwohl dies das höchste Ziel ist, gelten die anderen drei Lebensstufen nicht als weniger wichtig. So ist es z.B. die religiöse Pflicht von Frauen und Männer gleichermassen, in entsprechendem Alter zu heiraten, Nachkommen zu haben und für deren materielles Wohlergehen zu sorgen. Erst wenn diese Pflichten erfüllt sind, ist es im allgemeinen erlaubt, sich um die eigene Selbsterkenntnis und Befreiung zu kümmern. Selbstverständlich folgt nicht jeder Hindu diesem idealtypischen Lebenslauf. Auch gelingt es nicht jedem, in diesem Leben Moksha zu erreichen. Aber das Ziel ist immer dasselbe: aus der Dunkelheit führe mich zum Licht, vom Tode führe mich zur Unsterblichkeit. | ||
| * * * Indische Snacks * * * | ||
top![]() 15. Sept. 2001 Samstag 19.30 Uhr
Vorverkauf DM 20,- ; Abendkasse DM 25,- ; DIG-Mitgl./ermässigt DM 18,- |
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| Die Kulturinitiative World-Music-Wiesbaden präsentiert ein einmaliges indisches Kulturfestival. |
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| Teil I: Spirituelle Kunst aus Nordindien | |||
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Buddhadeb Chattopadhyaya - Kathak-Tanz und Dhrupad-Gesang Asit Kumar Banerjee - Rudra Vina Apurba Lal Manna - Pakhawaj Der aus Calcutta stammende Maler, Musiker und Tänzer B. Chattopadhyaya ist einer der letzten Vertreter der alten tantrischen Bhramari Kunsttradition, die von einem ganzheitlichen Ansatz ausgeht. Er wird einen Einblick in die spirituelle Kunst des Kathaktanzes und des Dhrupad-Gesanges geben. Es bietet sich hier die seltene Gelegenheit, Dhrupad-Gesang im Zusammenspiel mit der indischen Stabzither Rudra Vina zu hören. A.K. Banerjee ist einer der letzten Meister dieses selten gespieltes Instruments. Begleitet werden die beiden Musiker von A.L. Manna auf der Pakhawaj. |
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| Teil II: Musik und Tanz aus Südindien | |||
| Bharathi Avireddy-Bunke - Bharata Natyam Tanz |
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A. S. Vishal - südindische klassische Geige Frau A. Vijayasree - Gesang / Begleit. Geige L. S. Suryakanth - Mridangam Frau A. R. Krishna - Nattuvangam Frau A. Ratnamala - Vina |
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| * * * Indische Speisen * * * Basar * * * | |||
7. Okt. 2001 Sonntag |
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Arangetram-Debüt |
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| Tanzpremiere - | ||||
ist eine alte Tradition für junge Tänzerinnen in Indien, wenn sie zum ersten Mal allein auf der Bühne tanzen. Sie führen dabei auch eine rituelle Huldigung - Gurupuja - der Lehrerin auf. Traditionell macht die Lehrerin zunächst die Schülerinnen, die in Zukunft selbständige und professionelle Tänzerinnen sein werden, mit dem Publikum bekannt. | ||||
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Die Schülerinnen von Bharathi Bunke | ![]() | Gincy Thekkiveddil Lincy Thekkiveddil Tina Vellaramkalayil | ||
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lernen seit über 4 Jahren die südindische Tanzstile Bharata Natyam und Kuchipudi, und sind bereit einen selbständigen Auftritt aufzuführen und damit Ihre Herzen zu gewinnen. | ||||
| Die DIG Mainz lädt alle Interessierten zu dieser Debüt-Vorstellung mit Live-Orchestra und Rahmenprogramm ein! | ||||
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Fotoausstellung von Susanne Weber, SWF | ||||
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* * * Infos * * * Indische Speisen und Getränke * * * Basar * * * | ||||
| 20:00 Uhr Eintritt: DM 25,-- ermässigt / DIG-Mitgl. DM 20,-- | ||
Musik-Ensemble aus Indien | ||
| Music Ensemble of Vishakapatnam | A. S. Vishal - südindische klassische Geige Frau A. Vijayasree - Gesang / Begleit. Geige L. S. Suryakanth - Mridangam Frau A. R. Krishna - Nattuvangam Frau A. Ratnamala - Vina | |
19. Okt. 2001 Freitag 20:00 Uhr
Eintritt: DM 25,- ermässigt/DIG-Mitgl. DM 20,-- |
Kulturinitiativa Klein-Winterheim e.V. |
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Sitar - Konzertmit Tabla und Tambura Begleitung |
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Wir freuen uns einen der besten indischen Sitarspieler der jüngeren Generation präsentieren zu können: Gaurav Mazumdar,Schüler des berühmten Sitar-Meisters Pandit Ravi Shankar. Er wird ein klassisch-indisches Konzert als Höhepunkt des Themenabends darbieten. | ||||
| Vorangehend Eröffnung der Fotoausstellung des 73-jährigen, ehemaligen UN-Beraters Siegfried Leucht : Impressionen aus Indien und Bangladesh. | ||||
* * * Infos * * * Indische Speisen und Getränke * * * Basar * * * | ||||
28. Okt. 2001 Sonntag 20:00 Uhr | ||
Festival der 3 Kulturen | ||
| mit 16 Tänzern und Musikern aus Indien - Ägypten/Türkei - Spanien | ||
The Fantastic World of the Gypsies | ||
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1. Nov. 2001 Donnerstag 20:00 Uhr
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M u s i k - u n d T a n z d a r b i e t u n g Odissi |
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| Der klassische indische Tanzstiel Odissi - in Orissa beheimatet - war, wie alle Tempeltänze, unter der Fremdherrschaft der Briten verboten. Dass seine Ursprünge weit vor unserer Zeitrechnung liegen, beweisen die Darstellungen typischer Tanzposen an alten Stupas und Höhlentempeln. | ||
Frau Sangeeta Dash - TanzNiranjan Patra - Mardal (Trommel) Sukanta Kundu - Gesang Pradeep Ray - Violine Prabhu Prasad Behra - Flöte Odissi unterscheidet sich von den anderen Tanzformen durch seine unterschiedliche Darstellungen von Empfindungen und Gefühlen. Odissi ist ein Tanz voller Charme und Liebreiz. Die meisten der Tanzthemen sind Geschichten über Radha und Krishna, das göttliche Paar, dessen Liebesgeschichte in Indien jeder kennt. Die Liebesgeschichte Jayadevas und die Sanskritlieder der Geeta Govinda sind die beiden Quellen des Odissi Tanzes. Liebe, Trennungsschmerz, Werbung und Verführung sind die Emotionen, die der Odissi zum Ausdruck bringt. Eine Odissi-Tänzerin ist leicht an ihrem Kostüm und dem Schmuck, den sie trägt, zu erkennen. Sie trägt ein etwa 9 m langen Sari aus hiesiger Seide Pattasari in den leuchtenden Farben Orange, Rot, Grün, eine eng anliegende Bluse Komchilla, ein Tuch mit Krause um die Hüften und eine Kordel mit Fransen Jhaba, die um die Hüften gewunden wird. Dieses Kostüm wurde früher von den Tempeltänzerinnen des Jagannath Tempels in Puri getragen. Die Tänzer von heute tragen im Prinzip das gleiche ausser der Jhoba, die niemand mehr anlegt. Auch der Schmuck hält sich an den Vorschriften der alten Bücher. Zu den Schmuckstücken gehören Alaka für den Kopf, Kapa fü die Ohren, Taiya und Bengapatia für die Taille und den Hals. Die frühesten Steinmetzarbeiten, die Odissi darstellen, können in der Rani Gumpha (nahe Bhubaneswar, die Haupstadt von Orissa) aus dem 2. Jh. v. Ch. gesehen werden. Odissi-Tänzerinnen in rotem Sandstein zieren die vielen (über 500!) Tempel hier. |
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top![]() 17. Nov. 2001 Samstag 19:00 Uhr
Abendkasse DM 18,- ; DIG-Mitgl./ermässigt DM 15,- |
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Gesang für die Seele singt Dhrupad, den alten indischen Tempelgesang |
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| Dhrupad ist eine der ältesten Formen der klassischen indischen Musik. Seine Wurzeln reichen bis in die vedische Periode (ab 1500 v. Chr.) zurück, genauer in die Überlieferung des Sama Veda (Rezitation heiliger Texte). Die Inder schätzen sich ausserordentlich glücklich, diese alte spirituelle Form der Musik bis in das moderne Zeitalter bewahrt zu haben.Unter den unzähligen Künstlern, denen der Fortbestand und die Entwicklung des Dhrupad-Gesangs zu verdanken ist, ragt der Name der berühmeten Dagar Familie weit über die anderen hinaus. Ashoka Dhar vertritt als älteste Schülerin Ustad Aminuddin Dagars diese Schule, die sogenannte Dagarvani Gharana. Der Dhrupad-Gesang ist in erster Linie religiöse Musik. Er stellt ein Gebet dar, einen Ausdruck meditativer Gefühle. Ursprünglich wurde Dhrupad ausschliesslich in Tempeln gesungen. | ||
![]() | Ashoka Dhar wurde 1946 in Kalkutta geboren. Sie begann mit neun Jahren den klassischen Gesangstil des Khyal bei ihrer damaligen Lehrerein J.V.S. Rao zu erlernen. 1969 wurde sie Schülerin des Drupad-Meisters Ustad Aminuddin Dagar, eines der weltberümten Dagar Brothers. Bis zu seinem Tode im Dezember 2000, also 31 Jahre lehrte er sie und gab ihr damit das nur mündlich überliefertes, wertvolles Wissen weiter. Mit ihrer Schwester zusammen wurde sie in Indien unter den Namen Nandy Sisters bekannt. Sie tritt regelmässig auf den bekannten Dhrupad Festivals, wie dem Dhrupad Samaroh und der Dhrupad Mela, auf und seit 1978 begeistert sie das Publikum auch in Europa mit ihren Konzerten. Als Nachfolgerin ihres Meisters, leitet sie jetzt das Dhrupad Sangit Ashram in Kalkutta und bietet damit (nicht nur den einheimischen) Interessenten die Möglichkeit, diesen meditativen Gesang zu erlernen. | |
| Ashoka Dhar wird von ihrem Sohn Rishabh Dhar auf der indischen Trommel Pakhawaj begleitet. Rishabh Dhar wurde 1980 in Kalkutta geboren und begann schon im Alter von drei Jahren mit dem Studium der indischen Trommel Pakhawaj unter der Führung der Pandit Rajub Lochan Dey, später dann von Gurudas Gosh un Apurba Lal Manna. Rishabh Dhar gilt schon jetzt als einer der grossen Nachwuchskünstler Indiens und zeichnet sich durch seine einfühlsame Spielweise aus. | ![]() | |
CD-Empfehlung: The lyrical tradition of dhrupad. Makar Records. | ||
22. Nov. 2001 Donnerstag 19:00 Uhr |
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Das Licht der Weisheit | ||
| Vortrag Referent: PD Dr. Martin Mittwede , Univ. Frankfurt/M. | ||
| Die Bhagavad-Gita gehört zu den grossen Weisheitsbüchern der Menschheit. Von dem Hintergrund des Mahabharata-Krieges wird eine integrierte Sicht von praktischer Lebensführung und Spiritualität entfaltet. Diese bildet bis heute eines der Fundamente des religiösen Lebens innerhalb der Hindutradition. | ||
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M.M.Fischer | Letzte Aktualisierung: 13.02.2002 |