DIG |
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2005 |
1. Halbjahresprogramm der DIG Zweiggesellschaft Mainz |
Kontaktstelle Dr. Jacob Tharakan, Römerwall 39 55131 Mainz Tel. & Fax: 06131 572516 Konto: Sparkasse Mainz Nr. 59 204 BLZ 550 501 20 |
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29. Mai 2005 Frankfurter Hof Mainz 17. Juni 2005 Rathaus Mainz |
29. Mai 2005 Sonntag 18:00 Uhr | ||
Zweiteiliges Programm: ¨Mohiniyattam - Fr. Dr. Neena Prasad ¨ Kuchipudi - Fr. Uma MuraliMadhavan Nampoothiri - Gesang, Nattuvangam Velanparampil Haridas - Violon Satheesan P. P. Madhavan - Mridangam Krishna Kumar - Eddaka Fr. Roshini A. Venkatessan Ramanathan - Gesang |
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Mohiniyattam
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Zum ersten Male tritt eine Tänzerin mit Mohiniyattam in Mainz auf. Mohini, der Tanz der göttlichen Verführerin, ist eher ein höfischer als ein Tempeltanz - sehr feminin, ausdrucksvoll, erotisch, mit seinen fließenden, langsamen Bewegungen erinnert an eine sich im Wind wiegende Palme. Obwohl Mohiniyattam von manchen für noch älter gehalten wird als Kathakali, wird dieser in Kerala beheimateter Tanz erst im 16. Jh. - erstmal unter diesem Namen - erwähnt. (Früher hieß er Teviticci = "die an Gottes Füssen Dienende"; Tevar = Gott, Ati = Füße, Acci = Frau.) In den folgenden Jahrhunderten wird diese Tanzform intensiv gepflegt - nicht zuletzt mit der Unterstützung des Königshauses von Travancure, dessen Mitglieder selber begnadete Künstler waren. Von der Mitte des 19. Jahrhunderts verweltlicht diese Tanzkultur zunehmend - die göttliche Verführerin verliert ihre Göttlichkeit. |
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Mohiniyattam ist eigentlich ein weiblicher, erzählender Solotanz, bei dem die fast pantomimischen Bewegungen der Körperteile (vor allem die der Hände! - Mudras) und die Gebärden eine viel wichtigere Rolle spielen als der Rhythmus, weil die Tänzerin mit denen die möglichst beste Darstellung der im Gesang erzählten Geschichte zu geben versucht. Die Mohiniyattam Tanzkleidung meidet die schrillen Farben, aber immer sehr elegant: meistens weiß mit breiten, goldenen Bordüren. Die begleitende Musik ist typisch karnatisch. Interessant ist, dass die beliebtesten Lieder aus dem 18.-19. Jh. stammen und in Manipravala (eine Mischung aus Sankskrit und Malayalam) gesungen werden. Mohiniyattam wird neben Gesang typischerweise von Edakka, Veena und Maddalam begleitet - die letzteren werden aber heute des Öfteren von indischen Violine und Mridangam ersetzt. Dr. Neena Prasad ist die erste Südinderin, die von der Rabindra Bharati Universität den Doktor-Titel in Tanz erhalten hat. Seit ihrem fünften Lebensjahr steht sie auf der Bühne. Neben Mohiniyattam beherrscht sie drei weiteren Tanzstile: Bharatanatyam, Kuchipudi und Kathakali. Parallel zum Tanz erhielt sie auch eine universitäre Ausbildung in englischer Literatur. Mit ihren Forschungsarbeiten trug sie nicht unwesentlich dazu bei, dass Mohiniyattam heute wieder für seine künstlerischen Werte geschätzt wird. |
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Kuchipudi Alle klassischen indischen Tänze - egal, zu welcher Stilrichtung gehörend - entstanden aus einem religiösen Hintergrund. Kuchipudi ist der Tempeltanz des Südosten Indiens, hervorgerufen von der Bhakti-Bewegung (ab dem 7. Jh.), deren Anhänger die Vereinigung mit der Weltseele anstrebten. Die mysthischen Geschichten lebendig zu halten wurden diese in Form von Tanzdramen vorgeführt. Es waren vermutlich die frommen Grundbesitzer, die ihre Ländereien um Kuchelapuram (in heutigem Andra Pradesh) den Brahmanen überließen, die den Jungen (!) die Tanzdramen einstudierten. Dieser Ort - und damit der aus der mehrere Tausend Jahre alten einheimischen Tanzkultur hier entwickelte Tanzstiel - heißt heute Kuchipudi. Bis vor ca. 50 Jahren war dies eine reine Männerdomäne - die Frauenrollen waren auch von Männern gespielt.Der Kuchipudi hat sich im letzten Jahrhundert sehr verädert. Die Dramen lösten sich in einzelnen Szenen auf. Auf der Bühne überwiegen heute die Solotänze und die Kuchipudi tanzenden Frauen. |
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| Die Kunst in Indien lässt viel mehr Raum der Geschicklichkeit als es in Europa üblich ist. So auch in Kuchipudi sind die Tänzer, die artistische Elemente in den Tanz einbauen - Balancierung eines mit Wasser gefüllten Topfes auf dem Kopf oder Tanz auf einem Kupferschale (Tarangam) - sehr hochgeschätzt. Uma Muralikrishna begann mit der Tanzausbildung schon als Fünfjährige und seit dem steigt ihre Karriere fast unaufhörlich. In zwei Tanzarten - Bharatanatyam und Kuchipudi - gehört sie seit Jahren zu den beliebtesten Künstlerinnen. Neben zahlreichen Auszeichnungen erhielt sie auch die Kalaimamani, die höchste staatliche Auszeichnung für Tanz. Ihre Kritiker bezeichnen ihre Darbietungen als Poesie in Tanz. |
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17. Juni 2005 Freitag 19:30 Uhr |
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Die Vision der Veden: |
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| Vortrag mit Diskussion Referentin: Fr. Dr. Brigitte Sassin - Bistum Limburg |
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| Die Veden gelten als eine der ältesten Überlieferungen der Menschheit - deren Vision als kosmozentrisch bezeichnet wird. Verschiedene Texte werden vorgestellt. |
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M.M.Fischer | Letzte Aktualisierung: 17.05.2005 |